Direktkandidat:innen zur Bundestagswahl in Willich

Der gesamte Kreis Viersen mit seinen neun Kommunen – Brüggen, Grefrath, Kempen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal, Tönisvorst, Viersen und Willich – bildet den Wahlkreis 111.

Deine Stimme kannst du am 26. September in deinem Wahlbüro abgeben, oder vorab per Briefwahl. Mehr Informationen hierzu gibt es in unseren FAQ.

Wen du wählen kannst und wo dein Wahllokal ist findest du über unseren Wahllokalfinder heraus. Außerdem haben wir dir alles wichtige zur Briefwahl aufgeschrieben.

Der Direktkandidat der GRÜNEN im Wahlkreis Viersen ist der Kempener Rene Heesen. Er wird mit der Erststimme auf dem Wahlschein gewählt. Sie wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben. Die Partei wird mit der Zweitstimme gewählt. Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man genau genommen die Landesliste einer Partei.

Rene Heesen

Rene Heesen, der bereits seit vielen Jahren grüne Politik im Kreis Viersen und NRW gestaltet, möchte als direkt gewählter Abgeordneter die Interessen des Kreises Viersen auch in Berlin vertreten. Die zukunftsfeste Stärkung und der nachhaltige Ausbau der heimischen Infrastruktur liegen ihm dabei besonders am Herzen. Nach Stationen im Stadtrat und Kreistag und seiner Tätigkeit als Landesschatzmeister der GRÜNEN JUGEND NRW kandidiert er nun für den Deutschen Bundestag. Gerne stellen wir Rene Heesen näher vor.

  • Alter: 28 Jahre
  • Beruf: Büroleiter in einem Abgeordnetenbüro
  • Politisches Engagement:
    • Stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Kreistag von Viersen und im Kempener Stadtrat
    • Ehem. Landesschatzmeister Grüne Jugend NRW
    • Kandidat auf der NRW-Landesliste zur Bundestagswahl

Rene, was waren aus deiner Sicht die wichtigsten politischen oder gesellschaftlichen Ereignisse der jüngeren Vergangenheit?

Neben der aktuell immer noch andauernden Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie sicherlich das wegweisende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz. Dieses Urteil macht klar: Die Bundespolitik muss endlich handeln und darf sich nicht mehr nach hinten lehnen und weiter nichts tun. Aber nicht nur das Bundesverfassungsgericht ist da weiter als die schwarz-rote Bundesregierung. Wir GRÜNE haben es geschafft, dass Klimapolitik kein Randthema mehr ist: Wir haben unsere Themen in die Mitte der Gesellschaft getragen und uns für Umweltschutz, Vielfalt und Selbstbestimmung stark gemacht. Das zeigt auch der breite Zuspruch, den wir für unsere Forderungen erfahren, beispielsweise auch von Gewerkschaften, Kirchen und sogar Wirtschaftsverbänden.

Welche Akzente für den Kreis möchtest du im Bundestag setzen?

Ich kämpfe dafür, dass die ländlichen Regionen, also die Städte und Gemeinden in unserem Kreis, endlich dieselbe Aufmerksamkeit in Berlin bekommen wie sie Großstädte für sich reklamieren. Es kann doch zum Beispiel nicht sein, dass massiv Geld in großstädtische Infrastruktur gepumpt wird und die kleineren Gemeinden mehr oder weniger leer ausgehen. Denn auch heute noch wohnen die meisten Menschen in Deutschland nicht in Großstädten, sondern auf dem Land. Und auch diese haben meiner Meinung nach ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe und Investitionen in ihre Heimat. Daher brauchen wir zum Beispiel eine Förderoffensive zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum. Wenn wir uns für nachfolgende Generationen zukunftsfest aufstellen wollen, dann muss es auch bei uns möglich sein, für alltägliche Wege das Auto stehen zu lassen und auf einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr auszuweichen.

Mit welchen Fachthemen trittst du an?

Nachhaltige Wirtschaftspolitik und Kommunalfinanzen sind sicher meine Kernthemen. Effektiver Klimaschutz und zukünftiger Wohlstand sind nur mit einem nachhaltigen Umbau unserer Wirtschaft zu machen. Denn nur mit grünen Ideen und grünem Wirtschaften wird man in Zukunft noch schwarze Zahlen schreiben können. So soll es endlich ermöglicht werden, dass sowohl die vielen kleinen und mittleren Unternehmen als auch die großen Konzerne zukunftsweisende Projekte verwirklichen. Bislang bremst die Bundesregierung die für unser High-Tech-Land so wichtigen Innovationskraft massiv aus. Das zeigt sich nicht zuletzt durch das zögerliche Handeln bei der Förderung der klimaneutralen Stahlerzeugung, die für uns in NRW so wichtig ist, um tausende Arbeitsplätze allein in dieser Branche zu sichern.

Als langjähriger Kommunalpolitiker weiß ich außerdem, wie wichtig eine vernünftige Finanzausstattung unserer Kommunen ist. Das gesellschaftliche Leben findet in unseren Städten und Gemeinden, in den Quartieren und auf den Dörfern statt. Wenn die öffentliche Hand vor Ort an einer Stelle Einsparungen vornimmt, dann merken die Menschen es direkt in ihrem Alltag.

Aus diesem Grund ist es mir auch wichtig, weiterhin ständig im Kreis unterwegs zu sein und mit den Bürger:innen in Kontakt zu treten. Dieses ehrliche Feedback zu den Bedürfnissen vor Ort bekommt man nicht in irgendeinem Büro in Berlin, sondern auf den Straßen und Plätzen, den Cafés, Kneipen und Kultureinrichtungen und überall da, wo sich das tägliche Leben der Menschen eben abspielt. Ich möchte nicht nur Abgeordneter »aus«, sondern »für« den Kreis Viersen sein.

Rene, vielen Dank. Wir wünschen dir und deinen Themen viel Erfolg.

Direktkandidat:innen der größten Parteien im Wahlkreis Viersen:

CDU: Dr. Martin Plum

SPD: Udo Schiefner

FDP: Eric Scheuerle

LINKE: Britta Pietsch

Zur Übersicht beim WDR-Kandidat:innen-Check

Weitere Informationen zum Wahlkreis Viersen finden sich hier: